Tromsø | Terra-Tourer https://terra-tourer.de Reiseberichte und Fotos mit unserem Van. Mon, 26 Aug 2019 10:38:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 https://terra-tourer.de/wp-content/uploads/2017/07/cropped-LOGO-TERRATOURER_2-WEBSITE-ICON-32x32.png Tromsø | Terra-Tourer https://terra-tourer.de 32 32 Nordland & Trøndelag https://terra-tourer.de/nordland-trondelag?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nordland-trondelag https://terra-tourer.de/nordland-trondelag#respond Thu, 22 Aug 2019 12:30:55 +0000 https://terra-tourer.de/?p=2402

Ein paar Kilometer vom Engabreen entfernt nahmen wir eine kleine Fähre. Danach ging es auf der Küstenstraße 17 weiter bis nach Jektvik. Von hier aus fuhren wir erneut mit einer Fähre.

Normalerweise dauert diese Fährfahrt 1 Stunde. Wir brauchten allerdings etwas länger, da der Kapitän eine Weile in Schlangenlinien fuhr, das Tempo verlangsamte, einmal im Kreis fuhr, dann wieder Tempo aufnahm und es auch geradeaus weiter ging. Die Fahrgäste spekulierten: Sollte Alkohol im Spiel sein? Oder war die Fähre kaputt?

Später erfuhren wir, dass es wohl Probleme mit der Steuerung gegeben habe. Wir fuhren erst einmal weiter und überquerten dann bei 66° 33′ 55″ auf dem Wasser den Polarkreis. 

Polarkreisüberquerung auf See

Wir landeten in Kilboghamn und unser Weg führte uns dann über Mo i Rana nach Mosjøen. Mit 14.000 Einwohnern ist Mosjøen die viertgrößte Stadt der Provinz Helgeland – außerdem die älteste der Region. Sie liegt direkt am Ende des Vefsnfjord und ist Standort eines großen Aluminium-Werkes und somit ein wichtiges Industriezentrum.

Am Fuße des Øyfjellet fanden wir einen schönen Platz mit Fjordblick zum Übernachten. Wir spazierten noch in dem direkt am 818 m hohen Øyfjellet liegenden Park und stiegen die „Helgelandstrappa“ hinauf. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht über Mosjøen. 

Mosjøen Helgelandstrappa

Am nächsten Tag ging es dann in „det gamle Mosjøen“ in die Sjøgata. Das historische Viertel, das in den 1970er Jahren nach Bürgerprotesten vor dem Abriss bewahrt und saniert wurde, zählt zu den größten erhaltenen Holzhaus-Ensembles des Landes. Die schönen Häuser aus dem 19. Jahrhundert beherbergen heute Werkstätten, Galerien, gemütliche Lokale oder werden noch als Wohnhäuser genutzt. 

Sjøgaden – det gamle Mosjøen

Unterwegs in Richtung Trondheim verläuft die Route parallel zum Fluss Vefsna. Dieses Gewässer zeigt immer wieder Stromschnellen und hat sich an einigen Stellen zu Seen ausgebreitet.

Bei der Ortschaft Trofors haben wir dann einem außergewöhnlichen Wasserfall einen Besuch abgestattet. Dem Laksfossen – der aus einer Höhe von 17 Metern stufenweise in die Tiefe stürzt – mit 700 Kubikmetern pro Sekunde. Hier konnten wir dann etliche Lachse bei dem Versuch, entgegen der Fließrichtung des Wassers zu springen, beobachten. 

Laksforsen Trofors

Einige Kilometer weiter machten wir dann Rast an einem anderen, allerdings viel kleineren Wasserfall. 

Kleiner Wasserfall am Wegesrand

Am Trondheimfjord entlang, der sich rund 130 Kilometer durch das Land schlängelt, erreichten wir dann Trondheim und parkten erst einmal im Stadtzentrum. An diesem Nachmittag besuchten wir noch das große Erlebnisbad, um dann später einen netten Platz etwas außerhalb der Stadt zum Übernachten aufzusuchen.

Hier standen wir dann mit anderen Reisenden aus unterschiedlichen Ländern und jeder verbrachte den Abend auf seine Weise: Es wurde gegrillt, draußen gelesen, gespielt, gejoggt oder einfach die schöne Natur genossen. 

Trondheim

Morgens machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg in die Stadt, denn Parkplätze im Zentrum sind rar und teuer. Mit 180.000 Einwohnern ist Trondheim die drittgrößte Stadt Norwegens.

Hier befindet sich auch die Sommerresidenz der Königsfamilie, der „Stiftsgården“. Im Trondheimer Nidarosdom, der größten gotischen Kathedrale Skandinaviens, werden zudem alle norwegischen Staatsoberhäupter gekrönt. Hier gaben sich auch Kronzprinz Haakon und Mette-Marit das Ja-Wort. 

Die alte, sehr sehenswerte Speicherstadt „Bakklandet“ entstand im 17. Jahrhundert als Arbeiter- und Industrieviertel. Erreichbar ist dieser Stadtteil seit 1685 über die „gamle Bybreen“, die alte Stadtbrücke. Von dieser sieht man besonders schön die farbenfrohen, auf Pfählen errichteten Speicherhäuser im Nidelva.

Die Mischung aus monumentalen Bauwerken, idyllischen Winkeln, Ruhe spendenden Grünanlagen und interessanten Sehenswürdigkeiten prägen diese erlebenswerte Stadt. Stolz präsentiert sie sich als moderne Großstadt mit einem wichtigen Hafen und breitgefächerter Industrie. Nach Oslo ist die Technische Universität mit ca. 20.000 Studenten die zweitgrößte Lehranstalt des Landes. 

Frisch gestärkt am nächsten Morgen, spazierten wir noch an der Bucht entlang und machten uns dann auf den Weg Richtung Kristiansund.

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Tromsø – Tor zum Eismeer https://terra-tourer.de/tromso-tor-zum-eismeer?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=tromso-tor-zum-eismeer https://terra-tourer.de/tromso-tor-zum-eismeer#respond Fri, 26 Jul 2019 09:10:58 +0000 https://terra-tourer.de/?p=1764

Tromsø – Tor zum Eismeer

Die Ankunft in Tromsø bei strahlendem Sonnenschein war schon für sich sehr sehenswert. Rechts und links des Fjordes liegen der Festlandteil Tromsdalen und der Inselteil Tromsoya, verbunden durch die Tromsøbrua. Diese Brücke ist 1.036 m lang, 36 m hoch und an ihrem Fusse liegt die Eismeerkathedrale.

Wir sind zunächst schnurstracks zum Campingplatz, haben uns für 2 Übernachtungen eingecheckt und erst einmal unsere Wäsche der letzten 3 Wochen gewaschen.

Eismeerkathedrale

Danach sind wir dann zur Eismeerkathedrale, dem bekannten Wahrzeichen von Tromsø, gegangen. Diese liegt nur 10 Minuten Fussweg vom Campingplatz entfernt. Die Kathedrale wurde 1965 erbaut und besticht durch seine architektonisch markante Konstruktion, die zusammengeschobene Eisschollen darstellen soll. Durch diese Bauweise und durch ein 23 Meter hohes Glasmosaik entstehen bemerkenswerte Lichteffekte.

Das Zentrum der Universitätsstadt Tromsø (ca. 62.000 Einwohner) liegt auf Tromsoya. Und wir – beide mit einer gewissen Höhenangst behaftet – sind dann tapfer über die 36 m hohe Brücke gegangen.

Welch ein toller Ausblick auf den Hafen, in dem gerade ein Schiff der Hurtigruten angelegt hatte und viele andere Boote lebhaft unterwegs waren. Nachdem wir unseren abendlichen Bummel beendet hatten, sind wir mit dem Bus wieder zurück gefahren. 

Polar Museum

Am nächsten Morgen war unser erstes Ziel das Polar Museum, untergebracht in mehreren denkmalgeschützten ehemaligen Zollhäusern.

Tromsø wurde legendär als Ausgangspunkt von Arktisexpeditionen und hier werden diese Unternehmungen anschaulich dokumentiert z.B. von Fridtjof Nansen oder Roald Amundsen. Letzterer war wohl der erfolgreichste Entdecker rund um Nord- und Südpol und wurde 1911 zum norwegischen Nationalhelden, als er als erster Mensch den Südpol erreichte. Er starb bereits im Alter von 56 Jahren, als er beim Rettungsversuch eines verunglückten italienischen Polarforschers mit dem Flugzeug abstürzte und verschollen blieb.

Aufgrund der Polarexpeditionen wird Tromsø auch das „Tor zum Eismeer“ genannt. Ein weiterer Beiname „Paris des Nordens“ ist ebenfalls sehr treffend: Tromsø ist eine sehr freundliche, sehr lebendige Stadt mit vielen kulturellen Einrichtungen, einer gepflegten Innenstadt mit zahlreichen Geschäften sowie einer hohen „Kneipendichte“.

Hier gibt es die nördlichste Brauerei, die das vor Ort gebraute Bier „Mack“ ausschenkt und die auch besichtigt werden kann.

Tromsø Kathedrale & Bibliothek

Unser Stadtrundgang führte dann noch an der Tromsø Kathedrale, der nördlichsten Domkirche und zugleich eine der grössten Holzkirchen der Welt sowie an der sehenswerten Bibliothek vorbei.

Wir schlenderten weiter am Hafen entlang. Dort lag wieder ein Schiff der Hurtigruten und einige Angler wollten sich ihr Abendessen aus dem Fjord holen.

Wir machten dort eine kleine Pause und konnten aus einem lauten Gespräch zwischen 2 Anglern mithören, dass einer der beiden aus Südkorea stammt und seit 2 Jahren mit seiner Frau durch die Welt reise. Übrigens ein äusserst lustiger Geselle, dessen Fahrzeug wir dann kurze Zeit später auf dem Parkplatz, auch aus der Erzählung heraus, sofort erkannten. 

Polaria

Das letzte Ziel, bevor wir wieder über die Tromsøbrua zum Campingplatz gingen, war das Polaria. Dies ist ein Wissens- und Erlebniszentrum rund um das Thema Polarregion und Barentssee. In einem großem Aquarium sind arktische Robben, Seehunde und Fische zu sehen. Wir konnten eine Fütterung sowie eine Spiel- bzw. Lehrstunde miterleben. Für uns war dies ein sehr informativer und lohnenswerter Besuch. 

Storsteinen

Für den letzen Abend bzw. die letzte Nacht in Tromsø wollten wir uns die Stadt und die umliegenden großen Inseln aus luftiger Höhe ansehen und gleichzeitig die Mitternachtssonne nochmals in voller Pracht miterleben

Dazu eignet sich der „Storsteinen“, ein 420 m hoher Berg in Tromsdalen – auch mit einer Seilbahn ausgerüstet – besonders gut.

Seilbahn kann ja jeder! Wir aber zogen die Wanderstiefel an und los ging’s. Anfangs über schmale Wanderwege, später über 1.200 Felstreppen – begleitet durch unzählige Fliegen bzw. Mücken – schafften wir den wirklich schönen Aufstieg.

Ebenso wie auch ca. 100 weitere Besucher wurden mit einem spektakulären Panorama und dem Blick auf die Mitternachtssonne belohnt. Ein unvergessliches Erlebnis zum Genießen.

Nach dem Abstieg waren wir um 02.00 Uhr wieder auf dem Campingplatz – zwar müde, aber es hat sich gelohnt, wie Tromsø überhaupt. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen; dann im Winter, um auch die Nordlichter live zu erleben und weil es uns hier sehr gut gefallen hat. 

Science Centre of Northern Norway

Bevor wir am nächsten Morgen weiterfuhren, besuchten wir noch das Science Centre of Northern Norway und sahen uns im dortigen Planetarium schon mal eine tolle Vorführung über die sensationellsten Nordlichter an. Von einem Fotografen, der in Tromsø lebt und die Aufnahmen größtenteils in der Umgebung aufgenommen hat. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Senja.

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