Leuchtturm | Terra-Tourer https://terra-tourer.de Reiseberichte und Fotos mit unserem Van. Sun, 07 Feb 2021 17:39:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 https://terra-tourer.de/wp-content/uploads/2017/07/cropped-LOGO-TERRATOURER_2-WEBSITE-ICON-32x32.png Leuchtturm | Terra-Tourer https://terra-tourer.de 32 32 Westerhever Leuchtturm – Winterliche Impressionen https://terra-tourer.de/westerhever-leuchtturm-winterliche-impressionen?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=westerhever-leuchtturm-winterliche-impressionen https://terra-tourer.de/westerhever-leuchtturm-winterliche-impressionen#respond Sun, 07 Feb 2021 17:38:01 +0000 https://terra-tourer.de/?p=4779

Nach gefühlt unzähligen grauen, nassen Tagen im Januar hat es über Nacht geschneit. Und die Sonne strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette. Perfekt um einen Ausflug in die Natur zu unternehmen und natürlich zu fotografieren. Also nichts wie raus…

Leuchtturm Westerheversand

Unser Ziel ist der Leuchtturm Westerheversand. Dieser steht auf einer eigens für den Leuchtturm aufgeschütteten, ca. 4 m hohen Warft vor dem Ort Westerhever. Er ist das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt. Imposante 40 m hoch steht er auf seiner kleinen Insel im Wattenmeer, rund einen Kilometer vor dem Deich. 

Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz, direkt hinter dem Deich. Wir können von hier aus das Ziel bereits in der Ferne ausmachen. Die Spitze des rot-weiß geringelten Leuchtturms lugt ein wenig über den Deich. Es geht vorbei am Schäfermarkt – wie der Name schon sagt, gibt es hier alles rund ums Schaf: Schaffelle, Lammspezialitäten, Seife und vieles mehr.

Oben auf dem Deich halten wir einen Augenblick inne, bevor wir uns auf den rund 2,5 km langen Weg durch die Salzwiesen machen. Diese Weite und die Ruhe hier sind einfach großartig. Die Salzwiesen sind wie mit Puderzucker überzogen. In der Ferne ahnen wir das Meer und mittendrin auf der Warft steht der Leuchtturm, eingerahmt von zwei baugleichen Häusern. Dort wohnten früher die Leuchtturmwärter mit ihren Familien, heute werden sie von der Schutzstation Wattenmeer genutzt.

Der angelegte Weg ist durch den festgetretenen Schnee sehr gut begehbar. Neben uns sind eine überschaubare Anzahl weiterer Spaziergänger, Radfahrer und Familien mit Kinderwagen unterwegs. Wo im Sommer Schafe weiden und Vögel brüten, glitzert jetzt eine Schneelandschaft. Diese wird nur unterbrochen von getrockneten Grasbüscheln und zugefrorenen Prielen.

Am Leuchtturm angekommen, erwartet uns ein wahres Postkarten-Idyll: der rot-weiße Turm und die beiden Häuschen mit Schnee auf den Dächern, dazu der blaue Himmel und ringsherum alles weiß. Einfach magisch.

In den Turm können wir jedoch nicht. Besichtigungen des über 110 Jahre alte Leuchtturms sind nur in der Zeit von Ostern bis Oktober möglich. Die umlaufende Aussichtsplattform befindet sich in 37 m Höhe und ist über 157 Holzstufen zu erreichen. Und wer sich traut, kann im Leuchtturm sogar heiraten. 

Auf unserem Rückweg biegen wir noch in Richtung Strand ab. Übrigens ein Geheimtip – sehr idyllisch und eine schier endlose Weite. Selbst im Winter etwas ganz Besonderes. Der ganze Strand ist von Schnee bedeckt und in die verbliebenen Wasserpfützen zaubert der blaue Himmel eine ganz besondere Lichtstimmung. Einfach wunderschön.

In der Ferne sehen wir die Rettungsinsel auf der 9 km langen Sandbank vor Westerhever. Diese gibt es dort, damit sich unvorsichtige Wattläufer in Sicherheit bringen können. Denn wenn man nicht aufpasst, kann durch die auflaufende Flut der Rückweg abgeschnitten werden. 

Als es nun langsam dunkel wird, zieht Nebel auf und schafft so nochmals eine sehr mystische Stimmung als Abschluss für diesen schönen Tag. 

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Komet NEOWISE (C/2020 F3) https://terra-tourer.de/komet-neowise-c-2020-f3?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=komet-neowise-c-2020-f3 https://terra-tourer.de/komet-neowise-c-2020-f3#respond Mon, 20 Jul 2020 10:04:59 +0000 https://terra-tourer.de/?p=2747
Komet Neowise (C/2020 F3)

Mittlerweile ist es nun 23 Jahre her, das mit Hale-Bopp zum letzten Mal ein Komet zu sehen war, der so hell geworden ist, dass er sofort ins Auge fällt. Alle seitdem sichtbaren Kometen waren entweder immer nur kurz, auf der Südhalbkugel oder nur mit optischen Hilfsmitteln zu sehen.

Kometen sind einige Kilometer große Brocken, die aus Schutt, Staub und Wassereis bestehen. Sie halten sich üblicherweise in den Außenbereichen unseres Sonnensystems auf. Kommen sie auf ihrer Umlaufbahn der Sonne näher, werden sie regelrecht verdampft und bilden dabei den charakteristischen Kometenschweif.

Allerdings überstehen viele Kometen die Annäherung an die Sonne nicht. Sie zerbrechen, bevor sie uns einen spektakulären Anblick bieten können.

Einige Kometen hatten den Astronom*innen seit Anfang 2020 Hoffnung gemacht: C/2019 Y4 (ATLAS), C/2020 F8 (SWAN) und C/2019 U6 (LEMMON). Keiner von den dreien war jedoch für das bloße Auge sichtbar.

Doch ein vierter schaffte es jetzt: C/2020 F3 (NEOWISE). Benannt nach einer Raumsonde, die ihn am 27. März 2020 entdeckt hat. Seine Umlaufbahn führte ihn am 3. Juli bis auf 43 Millionen Kilometer an die Sonne heran. Zuvor durchquerte er ab Ende Juni das Bildfeld der Raumsonde SOHO, die eigentlich Eruptionen auf der Sonne überwacht. Dabei zeigte sich: In nur wenigen Tagen stieg die Helligkeit von NEOWISE enorm an. Astronom*innen aus aller Welt waren alarmiert. Wird der Komet den Vorbeiflug an der Sonne unbeschadet überstehen oder sich wie seine Vorgänger in seine Einzelteile auflösen?

Wenige Tage später herrschte Gewissheit: In der ersten Juliwoche zeigte sich NEOWISE in der Morgendämmerung und zieht seitdem die Blicke auf sich. Ab sofort ist der Komet auch am Abendhimmel zu sehen, bei guten Beobachtungsbedingungen sogar mit bloßem Auge.

Wie lässt sich der Komet am besten beobachten?

Um den Kometen zu beobachten, sollte man eine freie Sicht auf den Nordhorizont haben. Helle Lichter der Städte erschweren die Sichtung.

Mit dem bloßen Auge sieht man einen mittelhellen, unscharfen Stern. Nach oben hin zieht er eine fahle Schleppe hinter sich, deren Länge in etwa dem Durchmesser des Vollmonds entspricht – der Kometenschweif.

Im Fernglas wird dieser Schweif erheblich deutlicher.

Komet Neowise mit Blick zum Leuchtturm Westerheversand

Nachdem die Beobachtungsaussichten am Donnerstag, den 16. Juli vielversprechend waren, brachen wir gegen 22.30 Uhr auf Richtung St. Peter-Ording. Dort haben wir in der Nähe vom Tümlauer Koog auf dem Deich in der Abenddämmerung auf die Sichtung des Kometen gewartet.

Wir waren nicht alleine. 3 weitere Interessierte warteten auf den Kometen. Und gegen Mitternacht war es dann soweit, der Komet Neowise war in Richtung Norden über dem Leuchtturm Westerheversand zu sehen. Eine Stimmung, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Wie sich die Sichtbarkeit des Kometen Neowise entwickeln wird, ist unklar. Am 23. Juli erreicht er seinen erdnächsten Punkt und entfernt sich danach wieder von uns. Ein Wiedersehen wird es für uns übrigens nicht geben. Seine Umlaufbahn wird sich durch den Vorbeiflug an Jupiter im September wohl so verändern, dass seine Umlaufdauer anschließend etwa 6500 – 7000 Jahre beträgt. Daher ist jetzt die beste Zeit, um dieses einmalige Schauspiel am Himmel mit eigenen Augen zu sehen.

Weitere Informationen bei Wikipedia

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Lindesnes Fyr https://terra-tourer.de/lindesnes-fyr?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=lindesnes-fyr https://terra-tourer.de/lindesnes-fyr#respond Wed, 03 Apr 2019 10:01:12 +0000 https://terra-tourer.de/?p=1164

Er ist der älteste seiner Art in Norwegen und wurde zum nationalen Leuchtfeuer ernannt. Der Leuchtturm von Lindesnes. Bereits 1655 wurde hier das erste Feuer entfacht. Lindesnes ist der südlichste Punkt des Festlandes und 2518 km vom Nordkap entfernt.

Als „Südkap“ früher nicht zu Unrecht „neset“ (die „Nase“) genannt, zählt Lindesnes zu den am meistbesichtigsten Punkten im Sørland.

Als „Norwegische Reviera“ wird die Gegend um Lindesnes auch bezeichnet. Den Namen verdankt der Küstenabschnitt dem fast mediterranen Flair, den hübschen Badebuchten und langen Sandstränden sowie den weissen Häuserfassaden.

Hauptattraktion ist jedoch der Leuchtturm. Er wurde zum nationalen Leuchtfeuermuseum ernannt und wartet mit verschiedenen Ausstellungen zur Entwicklung und Geschichte der Leuchtfeuer, der Küstenkultur u.a. auf. Es finden zudem Filmvorführungen in der großen Felsenhalle unter dem Leuchtturm statt. Auch ein Café, ein Museumsladen, ein Restaurant und eine Galerie befinden sich auf dem Areal.

Für eine herrliche Aussicht sollte man den Aufstieg im Turm auf sich nehmen, außerhalb der Museumszeiten zahlt man auch kein Eintrittsgeld.

Nach wie vor ist die historische Bedeutung für die Seefahrt ist enorm, denn vor 1655 gab es witterungsbedingt viele Schiffsunfälle vor der Südküste Norwegens. Tatsächlich stammt der Name Lindesnes  vom altnordischen „Lidandi“, wobei „lida“ so viel heißt wie „Ende“ oder „Gefahr“. Man kann vom Leuchtturm aus in ca. 30 Min. zum südlichsten Punkt des norwegischen Festlands wandern. Auf den steil zum Meer abfallenden Felsen ist nichts in Sicht außer Natur. Unvergessliche bleibt es am Leuchtturm zu stehen und einen Sonnenauf- oder -untergang zu erleben.

Weiterhin befinden sich in der Umgebung einige ausgeschilderte Wanderwege, die zum Erkunden der Umgebung und der Küste einladen. Diese sind vom Parkplatz aus leicht zu erreichen. Wir können jedem empfehlen, sich diesen interessanten und wunderschönen Ort einmal anzusehen.

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